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The Film & Video Institute

UNICA News 2007
Volume 1

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UNICA 2006 In Korea - Eine Chronik Von Jeanne Glass

Portrait of Jeanne Glass.

Der Empfang am Flughafen

Unzählige Koreaner in Polohemden mit dem UNICA-Schriftzug waren das Erste, das wir an diesem Morgen in Seoul zu sehen bekamen. Sie waren gekommen, um uns behilflich zu sein und uns den Weg aus dem riesigen Flughafen zu weisen. Dieser erste Eindruck blieb für unseren gesamten Aufenthalt in Korea prägend - so zuvorkommend und hilfreich waren unsere koreanische Organisatoren gegenüber den 300 "Videotouristen", die sie bald näher kennen lernen sollten...

Namensschilder (in Plastik eingeschweißt und mit Bändern versehen, damit wir sie immer um den Hals tragen konnten, sehr wichtig, wie man uns sagte), Reiseführer und -programme, Passagierlisten für die Busse Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, und 7 - alles lag vor uns auf Tischen ausgebreitet. Dahinter standen unsere neuen Reisebegleiter und gaben sich alle Mühe, unsere Namen richtig auszusprechen (obwohl wir umgekehrt nicht ein einziges Wort des Koreanischen verstanden, das rund um uns gesprochen wurde). Die Frankophonen unter uns sollten sich mitsamt ihrem Gepäck außerhalb des Flughafens vor einem Bus mit der Nummer 4 versammeln. Unsere Reiseführerin war Eun Jeong, eine Schauspielerin, die drei Jahre in Frankreich gelebt hat. Wir waren kaum los gefahren, als sie begann, uns Hinweise, Erklärungen und Antworten auf alle unsere Fragen zu geben. Sie tat das unermüdlich während unserer gesamten Reise durch Südkorea in Bussen und Flugzeugen. Und sie war dabei immer freundlich und liebenswürdig auf eine Weise, die uns zutiefst rührte.

Die koreanische Küche

Photo of Zeljko Balog and Vaclav Simek.Auf dem Weg vom Flughafen nach Seoul aßen wir zum ersten mal koreanisch, in einem mehrstöckigen Restaurant, zu dem auch mehrere Läden gehörten. Hier wurde vor allem Ginseng verkauft der der beste in ganz Asien sein soll.

Unsere erste Mahlzeit bestand wie alle folgenden aus einer Reihe von kleinen Gemüsegerichten, exotischen Gewürzen, Sojasprossen und salzigen Seetangchips, mit Reis als Beilagen und eisgekühltem grünen Tee in Kannen als Getränk. In der Mitte der Tische befanden sich heiße Platten, auf denen man Fisch und Fleisch grillte oder Saucen, Fondues und Suppen warm hielt. Garniert waren die Speisen mit einer fast unendlichen Vielfalt an Köstlichkeiten. Nur Desserts gibt es in der koreanischen Küche nicht. Dennoch beendeten wir keine Mahlzeit ohne ein wohliges Gefühl der Sättigung. Wir aßen nicht nur gut, sondern auch gesund was für Koreaner sehr wichtig ist.

Seoul

Seoul - ist die zehntgrößte Stadt der Welt. Unsere Busse suchten sich auf den immer vollen Autobahnen entlang des Han-Flusses energisch einen Weg zwischen den (meist koreanischen) Autos. In der Ferne konnten wir riesige Türme und Bürobauten ausmachen, die ungleich auf mehrere Hügel verteilt in die Höhe ragen. Es war unser erster Blick auf diese imposante Stadt.

  • Das Nationalmuseum - Unser Aufenthalt in diesem gigantischen neuen Museum war viel zu kurz, um alles zu sehen. Immerhin lernten wir einiges über die Geschichte, Kultur und Kunst der Koreaner.
  • Der Elektronikmarkt - In der Innenstadt hat man uns einen ganzen Komplex moderner Geschäfte, die alle auf Elektronik spezialisiert sind gezeigt. Dieser Markt ist einer der weltgrößten seiner Art.
  • Gerald Mee with his camcorder.Insadong - An der Insadong-Straße machten wir Halt, um den dortigen Künstlern, Galerien und Läden einen Besuch abzustatten. An kleinen Ständen wurden vor unseren Augen Nudeln zubereitet. In vielen Geschäften waren die Regale mit Keramikwaren gefüllt. Die Reiseleiterin gab uns Zeit zum Flanieren, mit einer einzigen, klaren Anweisung: "Treffpunkt auf dem Platz am Ende der Straße, um 5 Uhr." Verstanden. Aber wären wir überhaupt schlau genug, unseren Weg dorthin ohne Schwierigkeiten zu finden? Am Ende erwies sich, dass Eun Jeong uns zu Recht vertraut hatte: Kein einziger von uns kam abhanden! Danach ging es zum Abendessen in ein großes Restaurant, und schließlich gelangten wir zu unserem Hotel auf einem der Hügel um Seoul. Und hier, in unseren grossen und gemütlichen Zimmern, konnten wir uns endlich dem Schlaf hingeben....
  • Der kaiserliche Palast Geongbokgung - Am zweiten Tag sahen wir den alten, von Mauern umgebenen Kaiserpalast mit seinen farbenfrohen Kostümen und Fahnen, seiner Musik und seinen Trommlern für die Wachablösung der kaiserlichen Ehrenwache. Für unsere Kameraleute war das Schwerstarbeit. Anschließend besuchten wir den Palast mit seinen Arkaden und Gärten und den Spitzbögen, deren Form die Konturen der Berge in der Ferne nachahmt. Wir sahen die Große Pagode, in der die Könige umgeben von Adeligen, Soldaten und Würdenträgern, deren Platz auf den Stufen genau ihrem gesellschaftlichen Rang entsprach, ihre Ehrengäste empfingen. Wir bewunderten die Dächer und Traufen mit ihrem Dekor buddhistischer, grell bemalter Lotosblüten. Da es sehr heiß war, hatten wir Flaschen mit eisgekühltem Wasser dabei. Die Koreanerinnen, die den Palast besuchten, waren klug genug, ihre Regenschirme als Sonnenschutz einzusetzen!
  • Photo of Max Hansli and Thomas Krauchi.Das Kloster Bongeunsa - Wieder saßen wir in unserem geliebten Bus mit der Nummer 4, wie unsere Filmfreunde aus Spanien, Katalonien, Italien, Belgien und der französischsprachigen Schweiz. Und alle waren wie verzaubert von diesem Land. Unsere Reiseleiterin erklärte, dass wir in dem Kloster zu Mittag mit den Mönchen essen würden und uns als Geste der Achtung nur so viel auf die Teller laden sollten, wie wir auch essen konnten. Danach erwartete uns eine Meditationsübung mit einem der Mönche, und im Anschluss daran eine Vorführung der Teezeremonie. Die Vorfreude war gross!
    Bei der Ankunft im Kloster wurden wir in Kleingruppen aufgeteilt und durch die religiöse Institution geführt (sie entspricht in ihrer Bedeutung ungefähr einem erzbischöflichen Sitz in katholischen Ländern). Die Tempel und Wohnungen der Mönche (zu letzteren hatten wir keinen Zutritt) liegen über einen Berghang verstreut. Natürlich hatten unsere Fotografen und Filmemacher einen Heidenspaß dabei. Dank Herrn Chang, der uns die Genehmigungen verschafft hatte, durften wir hier nach Herzenslust filmen...
  • Den Meditationsunterricht erhielten wir im Haupttempel, dessen Innenbeleuchtung von Hunderten kleinen, vergoldeten Buddhas reflektiert wird. Wir erfuhren, dass jede der Figuren für eine der vielen guten Taten des Gautama Buddha steht. Der Ausflug war perfekt organisiert: Während eine Gruppe im Tempel meditierte, nahm eine andere an der Teezeremonie teil, und die Übersetzer sorgten die ganze Zeit über dafür, dass uns nichts entging. Fast konnte man meinen, dass unser Besuch das friedliche Leben der Mönche nicht beeinträchtigte.
    Der Tag im Kloster endete mit einem wunderbaren Freilichtkonzert von Musikerinnen in traditioneller Kleidung gespielt Besonders die kräftigen Trommelschläge der Frauen machten nachhaltigen Eindruck auf uns. Und die Kameras liefen nun wirklich heiß.
    Überwältigt von diesen Erlebnissen kehrten wir zum Parkplatz am Fuß des Hügels zurück. Dort standen unsere Busse in einer Reihe. Die Fahrer erwarteten uns geduldig in Jackett und Krawatte, und als wir ankamen, verneigten sie sich zum Gruß. Nach einem traditionellen Abendessen (jeder von uns bekam ein kleines ganzes Huhn in einem heißen Keramiktopf serviert) brachte man uns zu einem Berg, auf dessen Kuppe der Seoul Tower steht. Der Fussweg aufwärts führte durch üppige Vegetation, und wir waren froh über die nächtliche Kühle. Die rasend schnellen Aufzüge des Turms brachten uns zu seiner rotierenden Spitze in 360 Metern Höhe. Von hier aus hatten wir einen großartigen Blick auf die Brücken über den Han-Fluss mit ihren Lichtergirlanden. Ganz Seoul lag zu unseren Füßen.
  • Das traditionelle Dorf - Am Morgen unseres dritten Reisetages besuchten wir ein traditionelles Dorf außerhalb von Seoul. Hier werden nach Art eines historischen Freilichtmuseums Kunsthandwerk, Brauchtum und traditionelle Landwirtschaft vor Häusern mit strohgedeckten Häusern gezeigt. Im Inneren waren die Bauten nach dem Vorbild der Bauernhäuser aus früheren Jahrhunderten eingerichtet. (Sie dienen häufig als Filmkulisse). Nach diesem Besuch sahen wir traditionelle akrobatische Tänze in einem schattigen Freilichttheater. Zum Mittagessen nahmen wir in einem der traditionellen Häuser mit den für Ostasien typischen getäfelten Gleittüren auf Sitzkissen Platz. Wir erlagen dem Zauber, doch leider mussten wir zum Flughafen, denn 500 Kilometer südlich von Seoul erwartete uns ein weiteres Abenteuer.

Die Jeju-Insel

Zwei Tage verbrachten wir auf dieser vulkanischen Insel in der Südsee, inmitten einer fantastischen Landschaft aus Kratern mit spektakulären Blicken auf den Ozean vom Sunrise Rock aus. Der Besuch des Bonsai-Parks war für viele von uns der Höhepunkt unsere Aufenthaltes auf der Insel: ein ästhetischer Hafen des Friedens und der Ruhe, in dem man Jahrhunderte alte Bonsaï-Bäume betrachtete und über die neben ihnen angebrachten philosophischen Inschriften sinnieren konnte.

Daegu

Am 6. Tag brachte uns ein kurzer Flug nach Daegu im Südosten Koreas. Die Eröffnung des UNICA-Festivals fand in einer riesigen Kongresshalle mit angeschlossenem Hotelkomplex statt, in dem wir übernachteten. Zum Abendessen wurde für uns eine Aufführung traditioneller koreanischer Musik organisiert. Am folgenden Tag sahen wir mit den Programmen aus Korea und Belgien die ersten Filme. Koreas Vertreter in der Jury war Dr. Ko - ein bekannter Filmexperte, Dichter, Journalist und ehemaliger Botschafter, der jetzt auch Mitglied der koreanischen Akademie der visuellen Künste ist. Die anderen Mitglieder der Jury waren Kes Tervoort (Niederlande), Hassan Desvoreh (Iran), Laura Astier (Italien), Radek Stipl (Tschechien) und Suzanna Skoludova (Slowakei). Ich selbst vertrat als Vorsitzende der Jury Frankreich.

Photo of the UNICA 2006 jury.

The jury (l to r): Kes Tervoort, Dr. Ko, Laura Astier, Jeanne Glass,
Hassan Desvoreh, Zuzana Skoludova, Radek Stipl

  • Ein Ausflug zum Donghwasa-Tempel - Am Nachmittag und Abend desselben Tages besuchten wir einen buddhistischen Tempel in den Bergen außerhalb von Daegu. In einer herrlichen Landschaft mit asiatischen Pinien, Wasserfällen, Felsen und Bergen stand ein riesiger Versöhnungs-Buddha. Wir aßen mit den Mönchen. Inzwischen waren wir es auch schon gewohnt, vor dem Essen die Schuhe auszuziehen.

Gyeong-ju: eine alte kaiserliche Stadt

Von Daegu fuhren wir nach Gyeong-ju, wo wir den Rest der Woche verbrachten. Schluss mit dem Wandererleben - von jetzt an galt es, sich "ernsthaft" an die Arbeit zu machen. Die Filmvorführungen fanden in einem großen Konferenzzentrum mit Hotel statt, in dem wir auch wohnten. Die Filmprogramme der einzelnen Länder wurden präsentiert, und zwischen den Vorführungen hielten jeweils drei Mitglieder der Jury öffentliche Diskussionen über die gezeigten Werke ab.

Im Anschluss trafen sich die Delegierten zur jährlichen UNICA-Generalversammlung. (Bei den Wahlen wurden die Mitglieder des Komitees wiedergewählt. Ich selbst bewarb mich erfolgreich um die Nachfolge von Serge Michel aus Frankreich als stellvertretende Vorsitzende.)

Die anderen Besucher des Festivals hatten in dieser Zeit Gelegenheit, die Königsgräber und die älteste Sternwarte der Welt zu besuchen.

The UNICA Committee at the General Assembly 2006.

Some of the UNICA Committee at the 2006 General Assembly.

Das Festival

Die nationalen Filmprogramme konnten Dank der kompetenten Unterstützung durch junge koreanische Techniker ohne Pannen gezeigt werden. Wie immer leisteten auch die Dolmetscher unter Leitung von Jean-Claude Lejosne hervorragende Arbeit. Das französische Team verteilte vor der Präsentation 300 Programme an ein großes und sehr interessiertes Publikum. Ein besonderer Dank gebührt Philippe Sevestre, der das Programm zusammen stellte - ebenso wie den Filmemachern, die einem sehr interessierten Publikum das Verständnis ihrer Filme durch Untertitel erleichterten.

Unser letzter Ausflug: Yangdong

Die Organisatoren des Festivals fanden, dass wir uns zwischen den Vorführungen hin und wieder eine Erholungspause gönnen sollten, und so hatten wir das Glück, ein wunderschönes, Jahrhunderte altes Bergdorf namens Yangdong besuchen zu können. Dieser Ort strahlte Ruhe und Harmonie aus, die uns zutiefst beeindruckte. Nicht zuletzt die Delegierten Frankreichs durfte sich an hausgemachtem, mit Chrysanthemenblüten aromatisiertem Reiswein erfreuen...

Die Preisverleihung

Wie bei allen UNICA-Festivals fand auch diesmal die Abschlussdiskussion der Jury öffentlich statt. Nach einer kurzen Bewertungsphase stimmten die Mitglieder der Jury über die einzelnen Filme ab, indem sie einen grünen oder roten Knopf vor ihnen drückten: Grün bedeutete "preiswürdig", Rot das Gegenteil. Die Spannung war mit Händen zu greifen. Die beiden französischen Filme, die es in die Endrunde schafften, kamen im Publikum gut an. Der Film Adam's Teams verfehlte die Silbermedaille nur um eine Stimme. HWK The Man Eater, ein halb dokumentarischer Film über den Ersten Weltkrieg im Elsass, erhielt eine Goldmedaille. Weitere Goldmedaillen gingen an Behind the Door, einen wunderschönen Spielfilm über das Erinnern an eine verlorene Liebe aus Spanien; an Ein Etwas Anderes Jahr, einen österreichischen Film über Krebs im Stil des Cinema-Verité von einem Filmemacher gedreht, der selbst an der Krankheit litt; an den britischen Film Extinction Event über eine ökologische Katastrophe, der so witzig gemacht war, dass jeder im Publikum lachen musste; und schließlich an With Him, einen experimentellen Film aus dem Iran.

Der Minuten-Pokal

Parallel zum Hauptfestival fand ein Wettbewerb einminütiger Filme statt. Hier entschied das Publikum direkt: Wer einen Film für preiswürdig hält, steht nach der Vorführung auf, alle anderen bleiben sitzen. Es werden immer zwei Filme zugleich projiziert, von denen es nur einer in die nächste Runde schafft. 16 Filme wurden auf diese Weise ausgewählt. Der Gewinner stammte diesmal aus Österreich. Er zeigte ein Vogelpaar in Gegenwart einer Eule, dessen Mimik äußerst amüsant war.
Ein Galaabend

An unserem letzten Abend servierten uns die Organisatoren des Festivals ein üppiges Mahl. Während des Essens fand eine Aufführung traditioneller koreanischer Musik statt. Es war unsere letzte Begegnung mit der koreanischen Kultur. Wenig später wurden die Preise vergeben und die Dankesreden gehalten. Nach dem großartigen Erfolg der gesamten Koreareise blieb im Saal kein Auge trocken... Ein Bierzelt wurde im Garten des Hotels aufgebaut, und eine Kapelle spielte für alle, die unterm Sternenhimmel bis spät in die Nacht tanzen wollten. Zum Schluss gab es sogar noch ein Feuerwerk, eigens für uns, die Teilnehmer an UNICA Korea 2006.

Am nächsten Morgen erwarteten uns die Busse schon früh zur Fahrt zurück nach Seoul. Um sechs Uhr morgens standen sämtliche Angestellte vor dem Hotel und winkten uns zum Abschied. Wir winkten zurück und riefen ihnen unsere Grüße und unser Dankeschön für eine unvergessliche Gastfreundschaft zu.

Mr. Chang and his assistants in Korea.

Gamsa hami-da!

Jeanne Glass (FRA), UNICA vice-president, Ubersetzung: Herwig Englemann

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Portrait of Sonja Steger. Von Reisepässen, Kometen Und Standing Ovations
Die UNICA 2006 In Korea - Ein Ganz Subjektiver Bericht Einer Österreichischen Teilnehmerin.

UNICA Weltkongress in Korea. Als ich das höre, bin ich sofort fasziniert von dem Gedanken, auch dabei zu sein. Diese Veranstaltung an einem so exotischen Ort - das darf man eigentlich nicht versäumen. Sehr lange muss ich nicht überlegen, die Finanzen werden geprüft und dann melde ich mich an.

Ursprünglich gab es die Idee, mit dem KOZU zu fahren. Mit der Transsibirischen Eisenbahn bis nach Korea wäre natürlich besonders spektakulär gewesen. Aber schlussendlich fällt auch meine Entscheidung für die bequemere Art zu reisen - mit dem Flugzeug.

Am 20. August 2006 ist es soweit. Von Schwechat geht es über Dubai nach Seoul. Empfangen werden wir mit großem Willkommensplakat von UNICA Präsident Max Hänsli und Schatzmeister Thomas Kräuchi. Horst Hubbauer sorgt übrigens bei der Ankunft für große Aufregung. Er hat übersehen, dass sein Pass abgelaufen war. Es ist zwar nicht ganz billig, aber schließlich bekommt er in Korea einen neuen Pass ausgestellt.

Am nächsten Tag kommen auch alle anderen UNICA Teilnehmer in Seoul an. Wir Österreicher verstärken das Empfangskomitee, dem nun auch Mr. Chang und sein Team angehören. Schließlich setzen sich 7 Busse mit fast 300 Personen in Bewegung. Unsere einwöchige Besichtigungstour kann beginnen.

Miss Kim with her camera.Ein Programm für eine so große Gruppe zusammen zu stellen ist eine organisatorische Herausforderung. Es soll informativ, interessant und abwechslungsreich - aber natürlich

auch nicht zu anstrengend sein. Aus meiner Sicht ist das den Organisatoren auch glänzend gelungen.

Der Besuch des Nationalmuseums in Seoul und ein Spaziergang durch eine sehr nette Shoppingmeile bedeuten einen "sanften" Start am ersten Tag. Die großartige Tempelanlage Bongeunsa und die Besichtigung des Präsidentenpalastes sind unsere Programmpunkte am zweiten Tag, den wir mit dem spektakulären Blick vom Seoul Tower auf die erleuchtete Millionenstadt beenden.

Am nächsten Tag geht es auf die Insel Jeju, aber nicht ohne vorher noch einen kurzen Stopp in einem Volkskundedorf einzulegen. Eine wunderschöne und atemberaubende Folkloredarbietung wird uns dort geboten - ein Traum für jeden Filmer.

Auf Jeju ist die raue Küste mit ihren bizarren Felsformationen - Überbleibsel eines Vulkanausbruchs vor mehr als zwei Millionen Jahren - wirklich eindrucksvoll. Auch das ein echtes Highlight für alle Filmer und Fotografen. Wir verbringen zwei wunderschöne Tage auf dieser Insel. Natur, Kultur - es wird uns wirklich viel geboten.

Das koreanische Essen ist übrigens besonders gesund. Ich gestehe aber, dass ich wohl keine Haube dafür vergeben würde. Klösterliches Essen lernen wir auch kennen. Fleisch ist da ein Fremdwort. Beim Buffet darf man sich übrigens soviel nehmen, wie man will. Aber aufgegessen muss es werden! Ja, so streng sind dort die Bräuche.

Val Ellis with camcorder.Mit dem Flug nach Daegu endet unsere einwöchige Rundreise - und der UNICA Weltkongress beginnt.

Die große Eröffnungszeremonie der UNICA war ein spektakuläres Ereignis. Ein wunderschön dekorierter Saal, drei riesige Leinwänden, festlich gedeckte Tische - es gab alles, was zu einem solchen Zeremoniell gehört. Für die vielen Reden hat uns das Festbuffet entschädigt - das war einfach köstlich. Ich kann die wunderbaren Steaks fast noch schmecken.

Korea und Belgien eröffnen am nächsten Tag das eigentliche UNICA Programm. Der Nachmittag steht im Zeichen eines Ausflugs in die wunderschön gelegene Tempelanlage Dongwasa mit ihrer über 30 Meter hohen Buddha-Statue. Am Abend geht es mit dem Bus nach Gyeongju. In diesem hübschen Ferienort am Lake Bomun wird die UNICA fortgesetzt..

102 Filme aus 25 Ländern wurden zur Bewertung eingereicht. 41 davon kamen in die Diskussionsrunde. Ich werde hier keinesfalls Jurorin "spielen", möchte aber gern ein paar herausragende Filme nennen, die ich als besonders gelungen oder interessant empfunden habe.

Der belgische Film Morgen thematisiert das Tabu Altersdemenz. Eine sehr starke, gefühlvolle Geschichte mit einem großartigen Hauptdarsteller.

Der britische Film Extinction Event reißt das Publikum sogar zu Standing Ovations hin. Die tolle Filmidee - ein Komet bedroht die Erde und die herannahende Katastrophe wird auf ungewöhnliche Weise abgewendet - und der britische Humor werden von der Jury mit einer Goldmedaille belohnt.

Buon Giorno, ein Film aus Italien, kommt beim Publikum besonders gut an. Vielleicht können sich viele mit dem ausgezeichneten Protagonisten, der sein eigenes Spiegelbild am Morgen nicht sehen will, identifizieren.

Some of the Austrian team in traditional costume.Neben dem Filmprogramm kommt weiterhin das Besichtigungsprogramm nicht zu kurz.

Die Tempelanlage Pulguksa (Weltkulturerbe), in einem herrlichen tropischen Garten gelegen, bietet den Kameras ebenso spektakuläre Bilder wie die Gräber von Daelungwon und das älteste Observatorium im asiatischen Raum.

Die Beiträge des Iran werden von der Jury zum besten Länderprogramm gekürt.

Das Schweizer Programm wiederum ist besonders publikumswirksam. Hans Schober, der Autor des Films Tönendes Holz, tritt nach der Filmvorführung als waschechter Appenzeller auf und entlockt seinem Alphorn schweizerische Klänge. Das Publikum dankte mit viel Applaus.

Österreich hat auch allen Grund zum Feiern. Im Minutencup-Bewerb wird der Film Die Vögeln von Diethelm Jobstmann Sieger. Er setzt sich gegen den ganz ausgezeichneten englischen Film Plan B durch.

Jan Baca und Horst Hubbauer - diese beiden Namen im Rahmen des spanischen Programms versprechen etwas Besonderes. Bis auf den letzten Platz ist der Saal besetzt. Der Film Behind The Door ist einfach hinreißend. Unmittelbar nach Ende des Films ist es ganz still, dann hebt ein nicht enden wollender Applaus an. Keine Frage, wir haben den schönsten Film dieser UNICA gesehen.

Auch Österreich macht noch einmal auf sich aufmerksam. 37 Österreicher drücken bei der Vorführung von Ein Etwas Anderes Jahr von Bernhard und Karin Hausberger die Daumen. Der sehr emotionale Film berührt Zuschauer und Jury und wird mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Photo of Jan Essing with his camera.Alle teilnehmenden Länder zeigen tolle Filme - die Kreativität, die Qualität und die Begeisterung für den Amateurfilm ist einfach unglaublich. Tag für Tag füllen die Zuschauer bis in die späten Nachtstunden den Kinosaal.

Einen glanzvollen Höhepunkt bildet die Schlussveranstaltung mit tollem Rahmenprogramm. Eine farbenprächtige Folkloredarbietung, ein exzellentes Galabuffet und ein Riesenfeuerwerk beenden den heurigen UNICA Weltkongress in Korea.

Es war ein Zusammentreffen filmbegeisterter Menschen aus aller Welt und unterschiedlichster Kulturen. Dank dem Einsatz von Mr. Chang und seinem Team sowie von Max Hänsli und Thomas Kräuchi war diese UNICA für alle, die dabei waren, ein unvergessliches Erlebnis.

Sonja Steger (AUT)

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The logo for UNICA 2007. UNICA 2007 - Liptovský Mikuláš, Slovakia - September 01 to 09, 2007

Die Stadt von Liptovský Mikulás ist das administrative, wirtschaftliche, kulturelle und Touristenzentrum von Zentralem Liptov. Liptov ist der Name eines Gebietes da das nördlich von Slowakei. Im Liptov-Gebiet dort sind viele Anziehungen, herrliche Landschaft, die unterirdische Schönheit der Höhlen, thermale Schwimmbäder, das Liptovská "Meer" (Reservoirsee), die archäologisches Museum, Ruinen der Burgen, Volksarchitektur, Museen, Galerien und lebende Folklore bewahrte.

Das Gebiet von Liptov gibt dem Wandern, Wassersportarten, ausgezeichnete Gelegenheiten, das Kreisen und Winter amüsiert sich. All diese Gelegenheiten ziehen jedes Jahr Tausende von Besuchern zu diesem Gebiet an. Mit der zunehmenden Anzahl von Gäste-accomodation-Anlagen wächst, die Qualität gastronomischer Dienste verbessert sich, neue Tauglichkeit und zerquetscht Zentren, sowie Vergnügungseinrichtungen werden gebaut.

Liptovský Mikuláš is situated in the northern part of Slovakia, on the main road between the towns of Žilina and Prešov, and on the rail route between the towns of Žilina and Košice. The nearest airport is in the town of Poprad (56km). Liptovský Mikuláš is the starting point to many hiking and ski centres in the area of Nízke Tatry (Low Tatras) - Demänovská dolina-Jasná (Demänov Valley), Závažná Poruba, Liptovský Ján; in the area of Západné Tatry (West Tatras) - Žiarska dolina (Žiar Valley) and in Chocské vrchy (Hills of Choc) - Kvacianska dolina (Kvacany Valley) and Prosiecka dolina (Prosiek Valley). Dam Liptovská Mara and the recently built Aquapark Tatralandia with thermal water are also located close to the town.

Liptovský Mikulás wird im nördlichen Teil von Slowakei eingerichtet, auf der Hauptstraße zwischen den Städten von Žilina und Prešov, und auf der Schienenstrecke zwischen die Städte von Žilina und Košice. Der nächste Flughafen ist in der Stadt von Poprad (56km). Liptovský Mikulás ist der Ausgangspunkt zu vielen wandernd und fährt Zentren im Gebiet von Nízke Tatry (Low Tatras), Demänovská dolina-Jasná (Demänov Valley), Závažná Poruba, Liptovský Ján, Západné Tatry im Gebiet von Západné Tatry (West Tatras), Žiarska dolina (Žiar Tal, und in Chocské vrchy (Hügel von Choc), Kvacianska dolina (Kvacany Valley) und Prosiecka dolina (Prosiek Valley). Staue Liptovská Mara und den vor kurzem gebauten Aquapark Tatralandia mit thermalem Wasser, wird auch in der Nähe von der Stadt gefunden.

Ungefähre Straßenentfernungen:

  • Liptovský Mikuláš - Poprad 56 km
  • Liptovský Mikuláš - Košice 165 km
  • Liptovský Mikuláš - Žilina 88 km
  • Liptovský Mikuláš - Bratislava 285 km

Greife per Bahn zu:
Per Bahn 180 Žilina - Košice, Informationen betreffend der Zugzeiten kann darauf gefunden werden <www.zsr.sk>

Greife durch Bus zu:
Informationen betreffend der Buszeiten kann darauf gefunden werden www.cp.sk

Weitere Reiseinformationen:
Das historische Zentrum der Stadt ist eine prosaische Zone. Von Bussen im Zentrum der Stadt zu parken, ist in der Nähe vom Schwimmbad auf Vajanský Street im Parkhaus möglich.

Registrierung:
Sie werden registriert werden, sobald Sie ausfüllen und das Anmeldeformular über die E-mailansprache der Organisatoren schicken, <skoludova@nocka.sk> und, wenn Sie die Menge für die Kongreßkarte zahlen. Sie werden aktuelle Informationen über Fest bei Ihrer E-mailadresse erhalten.

Preis der Kongreßkarte:
ehe 1st June 2007 - € 170, nach 1st June 2007 - € 190 * card for

  • Das Eröffnen von Bankett - € 50
  • Karte für Freie Nachmittagsreise No 1 - € 60
  • Karte für Freie Nachmittagsreise No 2 - € 70
  • Karte für Festlichen Abend - € 50

Unterkunft:
Sie können die Unterkunft durch die Liste, die unten präsentiert wird, oder durch das Anfragebüro für die Town Liptovský Mikulás, das auch Unterkunft in den privaten Häusern in der Stadt Liptovský Mikulá bereitstellt, gewährleisten. und seine Umgebungen.

Anfragebüro für die Stadt

Námestie mieru 1
031 01 Liptovský Mikuláš
Tel: +421/44/16 186, 552 24 18
Fax: +421/44/551 44 48
e-mail: info@mikulas.sk
www.mikulas.sk

Empfahl Unterkunft:

Feiertag Village Tatralandia, einmalig und möblierte Wohnungen und Bungalows, Empfang für Nonstopdienst, Wechselstube und professionelle Dienste, vollständig. Nimm Vorteil gegenüber freiem Eintritt zu AQUAPARK TATRALANDIA, der neben des Unterkunftskomplexes eingerichtet wird. 11 Schwimmbäder mit thermaler Heilwasserangebotsaktivität oder Entspannung. Unsere Gäste können auch lebenswichtigen Welt Tatra-Therm-Tatra-Therm-Vital, Innen Zentrum Tropical Jungle, Piraten von der Karibik und ihre Insel, Animationsprogramme und viele andere Anziehungen genießen. Der Komplex sorgt das Liefern auch von die Speisen und Getränke das Gewähren zu deinen Wünschen: Selbstdienstfrühstück, halber Ausschuß oder voller Ausschuß. AUSNAHMEANGEBOT FÜR TEILNEHMER des UNICA-FESTES, Sonderrabatt auf Unterkunft - 10%

Verbindung für Bedenken: <http://www.ck.tatralandia.sk/?menu=ubyt&sub=rezervacia&lang=en>. Bitte fügen Sie das Wort UNICA in Säulennotizen ein, als das Ausfüllen des Auftragsformulares.

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Reihenfolge der Abschirmungen zu UNICA 2007 und Projektionszeit

  1. Slovakia (SVK), organizing country - 60
  2. Switzerland (CHE) - 70
  3. Russia (RUS) - 60
  4. Croatia (HRV) - 70
  5. United States (USA) - 60
  6. Macedonia (MKD) - 60
  7. Liechtenstein (LIE) - 60
  8. Estonia (EST) - 60
  9. Argentine (ARG) - 75
  10. A triunnial magic lantern projector. Andorra (AND) - 75
  11. Lithuania (LIT) - 60
  12. Lativa (LTV) - 60
  13. Belgium (BEL) - 75
  14. Austria (AUS) - 70
  15. Bulgaria (BUL) - 60
  16. Bosnia & Herzegovina (BIH) - 60
  17. Poland (POL) - 75
  18. Korea (KOR) - 65
  19. Finland (FIN) - 60
  20. Netherlands (NLD) - 75
  21. Italy (ITA) - 75
  22. France (FRA) - 75
  23. Tunisia (TUN) - 65
  24. Hungary (HUN) - 60
  25. Czechia (CZE) - 65
  26. Germany (DEU) - 75
  27. Luxemburg (LUX) - 60
  28. United Kingdom (GBR) - 65
  29. Spain (ESP) - 75
  30. Sweden (SWE) - 65
  31. Iran (IRN), most interesting programme in Korea - 70 *

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Jeunesse

Ein junger Autor (< 25 Jahre volljährig, von jedem Mitglied Federation wird von UNICA, dem jeweiligen nationalen Verband und dem Organisator finanziert werden, auf Bedingung, daß sie in der nationalen Auswahl einen Film haben.

Die Teilung der Kosten ist:

  • 50% der Kongreßkarte, die vom nationalen Verband bezahlt werden, und
  • 50% bezahlten durch das UNICA-Schatzamt
  • Der Organisator kommt für die Kosten für Unterkunft herauf.
  • Der junge Filmemacher erledigt die Kosten davon und bleibt, Mahlzeiten.

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Page updated on 14 February 2008

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